Herausforderung: Hallen sind schwer gleichmäßig zu temperieren
Hallen haben häufig:
- große Volumen
- hohe Decken
- ständig geöffnete Tore
- wechselnde Nutzungszonen
Eine klassische, zentrale Beheizung oder Klimatisierung versucht, den gesamten Raum auf eine bestimmte Temperatur zu bringen. Das ist energieintensiv und in vielen Fällen ineffizient – besonders dann, wenn nur bestimmte Arbeitsplätze wirklich eine andere Temperatur benötigen.
Hier setzen dezentrale Lösungen an: Statt „alles“ zu heizen oder zu kühlen, wird gezielt dort eingegriffen, wo Menschen tatsächlich arbeiten.
Gezielte Wärme: Infrarotheizstrahler für einzelne Arbeitsplätze
Ein Ansatz, um Arbeitsplätze in Hallen komfortabler zu machen, sind kompakte Infrarotheizstrahler, die nur einen Stromanschluss benötigen. Sie arbeiten nach einem einfachen Prinzip:
Überall dort, wo das Infrarotlicht auftrifft, wird eine angenehme Wärme spürbar – direkt und ohne lange Vorheizzeiten.
Typische Einsatzbereiche:
- Arbeitsplätze in der Nähe von Hallentoren
- einzelne Montage- oder Prüfplätze
- Bereiche, die nur temporär genutzt werden
Vorteile im Überblick:
- punktuelle Erwärmung statt „ganze Halle heizen“
- sofortige Wärme auf Knopfdruck, keine Vorheizphase
- sinnvoll in großen, weitläufigen Hallen, in denen eine gleichmäßige Beheizung schwierig ist
Flexibel steuerbar: Zubehör und Regelungstechnik
Damit die Heizlösung wirklich zum Betrieb passt, lassen sich Infrarotheizstrahler mit verschiedenen Steuerungs- und Zubehörkomponenten kombinieren. Dazu gehören zum Beispiel:
- Dimmer
- Zeitschaltuhren
- Funkfernbedienungen
- Bewegungsmelder
- intelligente Temperaturregelungen, mit denen sich Hallenzonen unterschiedlich beheizen lassen
Auf diese Weise entsteht ein energieeffizienter, bedarfsorientierter Heizbetrieb: Es wird nur dort geheizt, wo es nötig ist – und nur so lange, wie es wirklich gebraucht wird. In Kombination mit erneuerbaren Energien ist sogar eine weitgehend klimaneutrale Beheizung der Arbeitsplätze möglich.
Angenehm arbeiten im Sommer: adiabatische Luftkühlung
Nicht nur Kälte ist ein Problem – in den Sommermonaten heizen sich Hallen schnell auf. Klassische Klimaanlagen sind oft teuer in Anschaffung und Betrieb und arbeiten mit Kältemitteln, die ökologisch kritisch sind.
Eine Alternative sind adiabatische Luftkühler. Sie können – abhängig von der Luftfeuchtigkeit – die Umgebungstemperatur um bis zu 10 °C senken und kommen dabei ohne schädliche Kühlmittel aus.
So funktioniert das Prinzip:
- Warme Luft wird angesaugt.
- Sie strömt durch ein wassergetränktes Kühlkissen.
- Dabei wird die Luft befeuchtet und abgekühlt.
- Die so gekühlte Luft wird als frische, angenehm kühle Luft in den Raum zurückgegeben.
Das Verfahren ist einfach, effektiv und umweltfreundlich.
Mobile Kühlung genau dort, wo sie gebraucht wird
Die adiabatischen Luftkühler gibt es als mobile Geräte, die flexibel in den Bereichen eingesetzt werden können, in denen Mitarbeiter tatsächlich arbeiten. Sie eignen sich für Flächen von etwa 50 bis 500 m² und liefern frisch gefilterte und gekühlte Luft genau dort, wo sie benötigt wird.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht interessant:
- deutlich geringere Investitions- und Betriebskosten als viele klassische Klimaanlagen
- energieeffiziente Arbeitsweise
- flexible Nutzung, z.B. bei wechselnden Produktionsbereichen oder saisonalen Arbeiten
Für viele Betriebe sind sie deshalb eine wirtschaftlich attraktive Ergänzung oder Alternative zu stationären Klimasystemen.
Fazit: Mehr Wohlbefinden, weniger Energieverschwendung
Dezentrale Heizung und Kühlung in Hallen bedeutet:
Nicht mehr die gesamte Hallenluft mühsam auf Temperatur bringen, sondern gezielt dort für Komfort sorgen, wo Menschen tatsächlich arbeiten.
Kombiniert man:
- Infrarotheizstrahler für punktuelle Wärme im Winter
- adiabatische Luftkühler für angenehme Temperaturen im Sommer
lässt sich das Wohlbefinden der Mitarbeiter deutlich verbessern – und gleichzeitig können Heiz- und Kühlkosten optimiert werden.
Praxisunterstützung: Lösungen für Ihren konkreten Hallenbereich
Jede Halle ist anders: Bauweise, Nutzung, Toröffnungszeiten, Anzahl und Position der Arbeitsplätze. Deshalb lohnt es sich, die konkrete Situation vor Ort genau zu betrachten und individuelle Lösungen für Heizung und Kühlung zu entwickeln.
Die SOLIDS & RECYCLING-TECHNIK Dortmund bietet hierfür eine passende Plattform: Fachbesucherinnen und Fachbesucher können sich zu dezentralen Heiz- und Kühllösungen beraten lassen, Praxisbeispiele aus ähnlichen Hallen kennenlernen und technische Konzepte direkt mit Expertinnen und Experten diskutieren.
Ein Aussteller, der hierzu Lösungen präsentiert, ist die TEL GmbH, die auf der SOLIDS vertreten ist. Besuchende können sich am Stand des Unternehmens über Infrarotheizungen und mobile adiabatische Luftkühler informieren und gemeinsam mit den Fachleuten prüfen, welche Ansätze sich für die eigenen Hallenbereiche eignen.
Aktualisiert am 04.02.2026, Quelle:
SOLIDS & RECYCLING-TECHNIK Dortmund, Easyfairs Deutschland GmbH
Fachmesse-Duo für die Schüttgut-, Prozess- und Recycling-Industrie